8. Europäischer Epilepsiekongress in Berlin

Vom 20. bis 25. September kamen Epileptologinnen und Epileptologen zum 8. Europäischen Epilepsiekongress in Berlin zusammen.

Die Veranstaltung fand unter der gemeinsamen Federführung der deutschen und der israelischen Sektion der Internationalen Liga gegen Epilepsie statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden vom Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Rachel begrüßt.

Das wissenschaftliche Programm umfasste alle Aspekte der klinischen und experimentellen Epileptologie, von der umfassenden Versorgung und medizinischen Praxis über die ambulante Versorgung bis hin zu den neuesten wissenschaftlichen Entwicklungen. Mit fast 4000 Expertinnen und Experten wurden alle Erwartungen bezüglich der Teilnehmerzahl erfüllt. Das Programm beinhaltete außerdem über 150 Rednerinnen und Redner, sechs Hauptsitzungen, 41 Diskussionsgruppen, Workshops und Lehreinheiten sowie mehrere hundert Posterpräsentationen und Redebeiträge.

Die zentralen wissenschaftlichen Themen drehten sich um das Motto des Symposiums "Epilepsie als Krankheit und als Modell" und betrafen einerseits genetische Aspekte der Diagnostik und Therapie ("Pharmakogenetik und Pharmakogenomik" und "Vorhersage der Reaktion auf AEDs") und andererseits neue und neu entstehende Konzepte der Pathogenese der Epilepsie ("Immunprozesse in der Epilepsie: grundlegende und klinische Fragen" und "Synaptopathien in der Epilepsie"). Durch seine gemeinsame israelisch-deutsche Organisationsstruktur stärkte der Kongress die Kommunikation und den Austausch zwischen Forscherinnen und Forschern sowie Klinikerinnen und Klinikern innerhalb und außerhalb Europas. Dieser Aspekt wurde dadurch unterstrichen, dass dies der erste gemeinsame Kongress zweier Mitgliedsverbände der Liga war.

Weitere Informationen: http://www.epilepsyberlin2008.org/