Grußwort des israelischen Ministers Galeb Majadle

Ich freue mich, heute hier zu sein zu dürfen, um mit einer feierlichen Zeremonie gemeinsam mit meiner Freundin, der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, das Deutsch-Israelische Jahr der Wissenschaft und Technologie zu eröffnen. Die Entscheidung, die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern mit einer besonderen Folge von Veranstaltungen auszuzeichnen, hat ihren Ursprung in unserem Streben, diesen wichtigen Bereich der Beziehungen zwischen den beiden Ländern öffentlich zu betonen und zu stärken.

Wie sicher alle von Ihnen wissen, begann die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Israel und Deutschland noch vor der Aufnahme diplomatischer Beziehungen in den späten 50er Jahren des 20. Jahrhunderts im Schatten der schweren Erinnerung an die Shoah. Die Wissenschaft war ein Mittel zur Überbrückung dieses Abgrundes zwischen den beiden Völkern. Ich glaube, dass auch heute die Wissenschaft, ebenso wie die Kultur und der Sport wichtige Brückenbauer sind, die zum persönlichen und menschlichen Kennenlernen beitragen können.

Die wissenschaftliche Zusammenarbeit hat ein hohes Niveau erreicht, was sich u.a. in der Beteiligung von Nobelpreisträgern, Trägern des Wolf-Preises, des Leibniz- und des Israel-Preises an vielen gemeinsamen Forschungsvorhaben im Rahmen der Kooperationsprogramme, aber auch in den Forschungsthemen, zeigt, welche zu den wichtigsten weltweit gehören.

Es ist unsere Pflicht, die Kontinuität der wissenschaftlichen Kooperation durch die Einbeziehung unserer Nachwuchswissenschaftler zu sichern. Um die große Bedeutung, welche die Ministerin und ich den Nachwuchswissenschaftlern beimessen zu unterstreichen, haben wir uns entschieden, ein Symposium der jungen Wissenschaftler in die Eröffnungsfeierlichkeiten mit aufzunehmen.

Das Wissenschaftsjahr ist eine Gelegenheit, die Zusammenarbeit zu vertiefen und zu erweitern. Die beiden Ministerien haben sich auf ein neues Programm im Bereich zivile Sicherheitsforschung geeinigt, das hoffentlich noch in diesem Jahr umgesetzt wird.

Ich bin sicher und zuversichtlich, dass unsere verzweigten und herzlichen Wissenschaftsbeziehungen sich auch künftig fortsetzen und unsere Nachbarländer mit einschließen werden. Schon heute existieren vom deutschen Ministerium für Bildung und Forschung vermittelte und geförderte regionale Kooperationsprojekte. Wir wollen diese Initiativen ausweiten und sie für die Herstellung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Bürgern Israels und seinen Nachbarländern Jordanien, Ägypten und der Palästinensischen Autonomiebehörde nutzen. Wissenschaft kann als vertrauensbildende Maßnahme zum Frieden in unserer Region beitragen.

Ich wünsche uns allen ein interessantes und fruchtbares Wissenschaftsjahr!

Vielen Dank