Israel ist eine der führenden Wissenschaftsnationen und Hightech-Land. Aufgrund der politischen Gesamtlage sowie der alltäglichen Bedrohung der Bevölkerung durch Terroranschläge, hat Israel in den letzten Jahrzehnten einzigartige Fähigkeiten entwickelt, schnell und flexibel auf neue Sicherheitsherausforderungen und Bedrohungsszenarien reagieren zu können.
Die Bundesregierung hat angesichts der zunehmenden Bedrohungen durch Terrorismus und Naturkatastrophen einen besonderen Schwerpunkt auf die zivile Sicherheitsforschung gelegt und Anfang des Jahres 2007 hierzu erstmals ein eigenes Forschungsprogramm gestartet. In den Jahren 2007 bis einschließlich 2010 sind hierfür Haushaltsmittel im Umfang von rund 123 Mio. Euro vorgesehen. Das Programm ist Bestandteil der Hightech-Strategie Deutschlands.
Israel und Deutschland wollen ihre Kompetenzen in Wissenschaft, Forschung und Industrie in Projekten der zivilen Sicherheitsforschung zusammenführen. In beiden Ländern liegt eine zentrale Herausforderung für die Zukunft darin, die kritischen Infrastrukturen wie Energie- und Wasserversorgung, Strassen- und Warenverkehr zu schützen und die hohe Sicherheit der Bürger und Bürgerinnen angesichts neuer Bedrohungen und in einer immer komplexer und stärker vernetzten Welt zu erhalten.
In Kooperationsprojekten sollen deutsche und israelische Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten gemeinsam neue Sicherheitsprodukte und -lösungen entwickeln, um Innovationsprozesse zu beschleunigen und auch um gemeinsame Wettbewerbsvorteile auf internationalen Hochtechnologiemärkten zu erzielen.
Voraussichtlich noch in diesem Jahr sollen erste gemeinsame Verbundprojekte initiiert werden, z. B. im Bereich der Trinkwasserüberwachung, der Detektion von chemischen, biologischen oder explosiven Gefahrstoffen, der Schutzsysteme von Rettungskräften. Weitere Maßnahmen wie gemeinsame Bekanntmachungen für die Förderung, Austausch von Experten, Maßnahmen zum Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung der Akteure, sind vorgeschlagen.
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