Als drittstärkste Volkswirtschaft der Welt nimmt Deutschland mit seiner wirtschaftlichen Gesamtleistung international eine führende Position ein. Israels Wirtschaft zeichnet sich durch globale Orientierung und einen hohen technischen Entwicklungsstand aus. "Silicon Wadi" ist nach den USA einer der innovativsten Standorte weltweit. Seit vielen Jahren sind Deuschland und Israel wichtige Handelspartner.
Mit dem höchsten Bruttosozialprodukt und der größten Einwohnerzahl in der Europäischen Union ist es der wichtigste Markt in Europa. Im Welthandel mit Waren- und Dienstleistungen liegt die Bundesrepublik auf dem zweiten Platz hinter den USA. Wichtigster Wirtschaftszweig ist die Industrie. Sie weist ein sehr breites Spektrum auf und hat in vielen Branchen weltweit eine Spitzenstellung inne. Deutschland ist der drittgrößte Automobilproduzent der Welt, auch der Maschinen- und Anlagenbau ist von herausragender internationaler Bedeutung.
Neben der Industrie spielt auch der Dienstleistungssektor eine herausragende Rolle und hat inzwischen nahezu die Größe der Industrie erreicht. Eine deutsche Besonderheit und traditionelles Herzstück des Wirtschaftslebens ist das Handwerk. Mit seinen rund 863. 000 Betrieben ist es der vielseitigste Wirtschaftsbereich Deutschlands. Weltweit führend ist Deutschland auch in der chemischen Industrie. Zu den innovativsten deutschen Branchen mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten zählen darüber hinaus die Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie die Informations- und Biotechnologie.
Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BPI) von $18.000 pro Kopf der Bevölkerung liegt Israel im europäischen Mittelfeld. Es übersteigt das kumulative BPI aller seiner Nachbarstaaten. Israels Wirtschaft hat sich von der Krise des 11. September und der Zweiten Intifada gut erholt und zeichnet sich durch globale Orientierung und einen hohen technischen Entwicklungsstand aus. Zugpferd der israelischen Wirtschaft ist die High-Tech-Branche mit seinen stärksten Motoren Kommunikationssektor und Lebenswissenschaften. Aus dem High-Tech-Bereich stammen annähernd 50% aller Exporte, "Silicon-Wadi" gilt als innovativster Standort nach den USA. Im Global Competitiveness Report des Weltwirtschaftsforums 2007/2008, der die Wettbewerbsfähigkeit aller Staaten der Welt misst, steht Israel an 17. Stelle.
Neben staatlichen Fördermaßnahmen hat israelischen Unternehmen vor allem privates Wagniskapital aus dem In- und Ausland geholfen, bei dessen Mobilisierung das Land im europäischen Vergleich an der Spitze liegt. Internationale Unternehmen profitieren durch Niederlassungen, F&E-Zentren und Produktionsstätten von Israels High-Tech-Boom.
Deutschland ist seit Jahren zweitwichtigster Handelspartner Israels nach den USA. 2006 betrug das Volumen insgesamt 4,9 Mrd. US$. Rund 8 % der israelischen Einfuhren waren deutschen Ursprungs und 5,5 % der israelischen Ausfuhren hatten Deutschland als Ziel. Schwerpunkte deutscher Ausfuhren sind Chemieerzeugnisse, Kunststoff- und Kautschukprodukte, Metallwaren, Maschinen aller Art, Fahrzeuge sowie Mess- und Medizintechnik. Deutschland importiert aus Israel chemische Erzeugnisse, insbesondere pharmazeutische Produkte sowie Elektrotechnik/Elektronik.
Die wichtigsten deutschen Investoren in Israel sind SAP, Siemens, Volkswagen, Deutsche Telekom, Daimler-Chrysler und Henkel. Im Gegenzug engagieren sich zahlreiche israelische Firmen in Deutschland, darunter Federmann Enterprises (Halbleitermaterialien) und Iscar (Werkzeugmaschinenbau). Sie investieren in deutsche Unternehmen, gründen Firmenniederlassungen oder nutzen Deutschland als Logistik-Stützpunkt insbesondere im Handel mit Osteuropa.
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